

Buku Sayisa
Größe
Mahlgrad
Preis
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Herkunft
Es gibt Kaffees, die man gut findet und es gibt Kaffees, die man nicht mehr vergisst. Hambela Buku Sayisa gehört in die zweite Kategorie. Er kommt aus dem Dorf Buku Sayisa im Bezirk Hambela, Guji Zone, in der äthiopischen Region Oromia. Guji hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der spannendsten Herkünfte Äthiopiens entwickelt, und dieses Lot zeigt eindrucksvoll, warum. Die Kaffeepflanzen wachsen hier auf 2.000 bis 2.300 Metern über dem Meeresspiegel, eine Höhe die weltweit nur wenige Anbaugebiete erreichen. Der Boden ist ein fruchtbarer, gut drainierender roter Lehm, nährstoffreich und wie gemacht für Kaffee; dazu kommen 1.200 bis 1.599 Millimeter Niederschlag im Jahr. In dieser Höhe reifen die Kirschen deutlich langsamer als in tieferen Lagen. Es ist Zeit, die den Bohnen zugutekommt: Zucker und Aromastoffe können sich in Ruhe entwickeln, die Bohnen werden dichter und struktureller. Was am Ende in der Tasse an Süße und Vielschichtigkeit ankommt, beginnt genau hier, Monate vor der Ernte am Hang. Hinter diesem Kaffee stehen keine großen Plantagen, sondern Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Über 600 familiengeführte Betriebe aus Lagen zwischen etwa 1.900 und 2.300 Metern liefern ihre Kirschen an die Verarbeitungsstation in Buku Sayisa. Der Kaffee wächst auf kleinen Parzellen in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser und ist für die Familien weit mehr als ein Anbauprodukt: Er ist zentrale Einkommensquelle, Teil des Gemeinschaftslebens und einer landwirtschaftlichen Tradition, die über Generationen weitergegeben wurde. Die Guji pflegen eine seit Langem gewachsene Beziehung zum Kaffeeanbau. Ernte und Nachernteverarbeitung sind eng mit Familien- und Dorfstrukturen verwoben, wer hier arbeitet, arbeitet meist dort wo er aufgewachsen ist. Von Oktober bis Dezember werden die Kirschen ausschließlich von Hand gepflückt, mit viel Aufmerksamkeit für den richtigen Reifegrad und eine gleichmäßige Auslese. Auf der Station, in der die Ernte zusammenläuft, arbeiten in der Saison rund 180 Menschen an Annahme, Sortierung, Trocknung und der Vorbereitung der einzelnen Lots. Das Ergebnis ist kein anonymer Blend, sondern ein Kaffee, der sich bis ins Dorf zurückverfolgen lässt: eine Herkunft, eine Gemeinschaft, eine Station.
Aromen
Hambela Buku Sayisa ist ein Kaffee mit Wucht und Charakter. Schon in der Nase kündigt sich an, wohin die Reise geht: dunkle, reife Beeren und dahinter etwas Getrocknetes, Konzentriertes, der Duft von Obst, dem man Zeit gelassen hat. In der Tasse dominieren intensive Beerenaromen. Nichts Zurückhaltendes, nichts Dezentes, sondern eine satte, dunkle Fruchtigkeit, die den ganzen Gaumen einnimmt. Daneben steht Trockenobst mit seiner tiefen, ruhigen Süße, die dem Kaffee Körper und Länge gibt. Das Auffälligste aber ist sein weiniger Charakter: eine fruchtige Tiefe mit feiner Herbe und einer Säure, die trägt statt sticht. Genau das hebt ihn von anderen äthiopischen Kaffees ab und macht ihn nach dem ersten Schluck unverwechselbar. Bei aller Intensität bleibt dieser Kaffee erstaunlich fein austariert. Er drängt sich nicht auf und erschlägt einen nicht mit seiner Kraft, sondern bleibt komplex und vielschichtig: Die Aromen stehen nebeneinander statt übereinander, jedes bleibt einzeln erkennbar, und mit jedem Schluck tritt ein anderes in den Vordergrund. Kraft und Feinheit schließen sich hier nicht aus. Unter all dem, dezent und erst beim genauen Hinschmecken greifbar, liegt eine florale Ebene. Blüten, zart und leicht, die sich vor allem beim Abkühlen zeigen und dem kräftigen Fruchtbild eine überraschende Eleganz geben. Es lohnt sich, dem Kaffee ein paar Minuten zu lassen, denn er verändert sich in der Tasse.
Sensorische Analyse
Bei der Bewertung der einzelnen Attribute (ausgeschlossen „Impression“) geht es ausschließlich um die Intensität der Wahrnehmungen und nicht um die Qualität des Kaffees. Das bedeutet, dass die einzelnen Eigenschaften wie Säure, Süße, Nachgeschmack, Flavour oder Aroma auf einer Skala bewertet werden, um festzuhalten, wie stark oder ausgeprägt diese Merkmale im Kaffee wahrgenommen werden.















